20. April 2021 Börse Dresden

Dev Day 2020 – ein Rückblick

Dev Day 2021 - ein Datum

Am 05.05. diesen Jahres sollte in der Börse Dresden zum 6ten Male der Dev Day stattfinden. Der Sessionplan stand fest, die geplanten Speaker hatten bereits zugesagt und für die Sponsoren hatten wir längst feste Plätze im Foyer der Börse Dresden gefunden. Die Vorbereitungen befanden sich also im letzten Stadium. Doch es sollte anders kommen.

Nachdem sich Anfang März abzeichnete, dass Corona auch vor Deutschland nicht Halt machen wird und weitaus schlimmer als die Schweinegrippe ist, zögerten wir nicht lange und sagten den Dev Day schweren Herzens ab.

Gleichzeitig starteten jedoch bereits Überlegungen zu einem möglichen Digitalen Dev Days.

Wichtig war für uns, dass unser Kernteam und auch unsere Teilnehmer überhaupt Interesse an einem digitalen Format haben, da der Dev Day für uns allen voran ein Community Ereignis ist. Die Befürchtung, dass dieser Aspekt bei einen Online-Format verloren geht, wurde von nicht wenigen von uns geteilt.

Unsere Umfrage unter den Teilnehmern und im eigenen Team zeigte dann aber, dass der Großteil sich für einen digitalen Dev Day begeistern würde. Nach ersten Nachforschungen, wann und vor allem wie wir solch ein Event auf die Beine stellen können, gaben wir Ende Mai per Twitter bekannt, dass am 23.06. der Dev Day zum ersten Mal digital auf YouTube gestreamt werden sollte.

Bis dahin galt es jede Menge neue Herausforderungen zu meistern. „Wie soll gestreamt werden? Welche Hardware brauchen wir? Wie viele Sessions können wir anbieten?“ um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir entschieden uns, zum Streamen einen Server mit OBS Studio zu nutzen. Gesteuert wurde dieser über No Machine. Auch die Moderatoren und Speaker nutzten zum Streamen OBS, die Ausgabe wurde per NGINX rtmp in den Server eingespeist und dort von der Regie zusammengelegt. Damit das auch klappt, gab es mit allen Moderatoren und Speaker in den Wochen vor dem Dev Day Konfigurationstermine um Bild und Soundeinstellungen zu überprüfen und letzte technische Schwierigkeiten auszumerzen. Gleichzeitig hatten unsere Regisseure die Möglichkeit, den Zusammenschnitt der einzelnen Streams zu üben. Da der Stream natürlich mit Verzögerung lief und auch die Latenz zwischen den einzelnen Speakern und Moderatoren unterschiedlich war, nutzen wir zur Kommunikation gleichzeitig Mumble. Hier fanden dann auch An- und Abmoderation in Real-Time statt, große Latenzunterschiede glichen wir im Notfall einfach mit Pausen aus.

Eine weitere Hürde stellte die Realisierung einer Community-Umgebung dar. Da wir nur eine begrenzte Teamstärke zur Verfügung hatten, war eine vollständige Moderation von Chatkanälen nicht realisierbar. Die Entscheidung fiel daher gegen den YouTube-Chat und für einen Dev Day eigenen Discord-Kanal. Hier sollte die Community neben einer Ecke zum Vorstellen, Platz zum Diskutieren der einzelnen Vorträge und auch Raum zum Quatschen mit Kollegen und Freunden haben. Zudem konnten Nutzer bei Problemen selbst reagieren und uns im Support Kanal anschreiben.

Um auch den Kontakt zum Speaker herzustellen, erstellten wir mit CodiMD Fragenpads für jede Session, in denen die Teilnehmer Fragen eintragen und auch gegenseitig beantworten konnten. Durch den hohen Anteil an Selbstmoderation durch die Teilnehmer, war es uns möglich eine komplexe Umgebung mit angenehmer Atmosphäre zu realisieren.

Kaum hatten wir alles vorbereitet, war es dann auch schon so weit und wir starteten angesichts unserer geringen Erfahrung in Sachen Livestreaming etwas bange in den digitalen Dev Day. Die technischen Schwierigkeiten hielten sich jedoch in einem sehr kleinen Rahmen und am Ende des Tages war unser erster Digital Dev Day ein voller Erfolg und eine tolle Erfahrung für unser Team.

Wir haben mal in unserem Team nach den Hilights gefragt – und für euch zusammengefasst:

In seinem Vortrag „Clear is better than clever – was Go auszeichnet” stellte René Habermann von OSP begeistert dar, wie die Programmiersprache Go mit einfachen Sprachkonstrukten das Leben von Entwicklern, insbesondere bei Themen wie Nebenläufigkeit oder der Entwicklung von Microservices erleichtert. Dabei stellte er Aspekte der reichhaltigen Standardbibliothek und des bereites bei Go mitgelieferten Tool-Sets dar. Zur Abrundung ging René auf die Erfahrungen ein, die bei der Otto Group mit der Entwicklung mit Go, insbesondere im Vergleich mit Java, gemacht wurden.

Das Video zur Session und Renés Slides sind auf der Dev Day Website unter Sessions zu finden.

Den letzten Vortrag des Tages hatte Uli Deiters mit dem Thema "Besser coden fürs Klima". Inhaltlich befasste er sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und im Speziellen mit den Ökologischen Aspekten davon. An sehr greifbaren Beispielen hat Uli belegt, wie Effizienzsteigerungen sich auswirken und wie man dafür sorgen kann, dass diese höhere Effizienz nicht durch andere Effekte wieder verloren geht. Zum Schluss zeigte er noch Möglichkeiten auf, wie wir als Entwickler einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit unserer Software nehmen können. Zum Glück steht man als Entwickler damit nicht alleine da, sondern es gibt inzwischen vom Blauen Engel einen Kriterienkatalog, an dem sich orientieren kann.

Das Video zur Session und Ulis Slides sind auf der Dev Day Website unter Sessions zu finden.

Den kompletten Stream findet ihr in unserem Youtubekanal, Informationen zu den einzelnen Sessions, sowie die einzelnen Aufnahmen und Folien findet ihr auf unserer Website.

Und nach einer kurzen Erholungspause, stecken wir nun bereits wieder mitten in den Vorbereitungen für den Dev Day 2021! Wie auch immer dieser stattfinden wird – wieder live in der Börse Dresden oder als virtuelles Event, wir wissen es noch nicht – ihr könnt euch schon mal den 20. April 2021 blocken! Wir freuen uns auf euch!

Save the date

Der nächste Dev Day wird am 20. April 2021 stattfinden!

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